Gasifier

Pyrolyseöfen mit Biomasse


Die meisten ländlichen Haushalte in unterentwickelten Regionen kochen auf offenen Feuerstellen mit Brennholz oder mit aus Brennholz gewonnener Holzkohle.

Pyrolyseöfen bauen auf ein völlig anderes Funktionsprinzip: sie entziehen – ähnlich dem Verschwelungsvorgang in einem Holzkohlenmeiler – dem Brennmaterial Gas, das zum Kochen benutzt werden kann. Gleichzeitig bleibt als Rückstand Pflanzenkohle übrig, die sehr unterschiedlich eingesetzt werden kann. Nach einer einmaligen Befüllung des Pyrolyseofens ist jedoch ein Nachlegen von Brennmaterial während des Brennvorgangs aufwändig.


Mit einem knappen Kilo Pellets wird bei etwa 900° Celsius eine Kochzeit von etwa 2 Stunden ermöglicht. Nicht verkannt werden darf dabei die Problematik, für die Umstellung uralter Traditionen und Gewohnheiten ausreichend Bereitschaft in der Bevölkerung zu finden. Der Wirkungsgrad des Pyrolyseofens ist dem traditionellen Holzkohle-Ofen jedoch weit überlegen. Seit etwa 20 Jahren werden Pyrolyseöfen kommerziell gefertigt, bisher wurden jedoch noch kaum langjährige Testreihen mit aussagekräftigen Ergebnissen durchgeführt.