Sanitation und Phosphorquelle

Terra Preta Sanitation – die nachhaltige Phosphatquelle

Ein langfristig ökonomisch sehr wichtiger Aspekt ist die Gewinnung von Phosphor aus dem Urin. In mit Pflanzenkohle gefüllten Kartuschen können 10-20 Prozent des Phosphors aus dem Urin ausgefällt werden. Mit einem bestimmten Zusatz von Katalysatoren steigt der Anteil der Rückgewinnung von Phosphat auf bis zu 98 Prozent.

Phosphor ist ein wichtiger Nährstoff für gesundes Pflanzenwachstum. Die derzeitige Diskussion über ‘Peak Phosphor’, geht davon aus, dass die Fördermenge von Phosphor im Bergbau ab 2030 am größten sein und dann stetig abnehmen wird, so dass die leicht abbaubaren Phosphorvorräte in 100 Jahren vollständig erschöpft seien. Hinzu kommt als weiteres Problem, dass importierte Phosphat-Erze zunehmend mit Schwermetallen wie zum Beispiel Cadmium und Uran verunreinigt sind.


Aus diesem Grund werden verschiedene Entwicklungen zum Recycling von Phosphor erforscht und dabei gefördert. Untersuchungen besagen, dass Urin mehr als die Hälfte des Phosphors liefern könnte, der zur Düngung von z.B. Getreide benötigt wird.