Prognosen

Typha und die Prognosen

Energetisch gesehen birgt diese enorme Biomasse der Typha-Flächen im Norden Senegals ein hohes Potenzial für die Reduzierung der massiven Entwaldung und könnte Grundlage sein für die Erholung der Baumbestände. Daher wurde in den letzten Jahren über zahlreiche Entwicklungsprojekte versucht, das Schilfrohr in einen leicht zu transportierenden und attraktiven Brennstoff umzuwandeln und zu vermarkten. Es gibt bereits Familien, die Typha sammeln und bei Bedarf an Händler verkaufen. Der Preis betrug Anfang 2013 etwa 270 CFA, das entspricht etwa 40 Cent für ein Büschel mit 12 kg Gewicht. Da es in sehr großen Mengen zur Verfügungen steht, wird es als Baumaterial, als Bodenbelag, zur Dachdeckung, als Windschutz oder als Zaun verwendet.

Jatropha und die Prognosen

Vor etwa zehn Jahren begann in weiten Teilen Afrikas, Südostasiens und Mittelamerikas ein Jatropha-Boom zur Herstellung von Biokraftstoffen. Die Pflanze ist dürreresistent, produziert jedoch bei Trockenheit und auf schlechten Böden nur wenige ihrer stark ölhaltigen Früchte. Der industrielle Anbau für die Kraftstoffproduktion ist daher vielerorts gescheitert. Die Produktion von Öl im kleineren Maßstab für kosmetische und medizinische Zwecke hat sich jedoch etabliert. Die Presskuchen sind giftig und daher nicht als Tierfutter geeignet. Zur Energiegewinnung in Form von Presspellets eröffnen sich jedoch umfangreiche Möglichkeiten.