Rauchgasproblematik

Rauchgasvergiftungen, Atemwegserkrankungen und Augeninfektionen

Die in Afrika traditionelle Kochweise mit Holz über offenem Feuer führt häufig zu Rauchgasvergiftungen, Atemwegserkrankungen und Augeninfektionen, insbesondere bei Frauen und Kleinkindern. Auch bei konventionellen Holzherden entstehen bei einer schlechten Verbrennung gesundheitsschädliche Emissionen aus Kohlenmonoxid und toxischen Feinstaubpartikel.
Die Vermeidung der hohen Luftbelastung, wie sie durch ein offenes Feuer in einem geschlossenen Raum entsteht, wäre ein beträchtlicher Fortschritt. Gehören Rauchgasvergiftungen doch noch heute in vielen Ländern zu den häufigsten Todesursachen. Gemäß Angaben der WHO kochen noch rund 3 Milliarden Menschen auf offenem Feuer, vorwiegend in den Entwicklungsländern. Jährlich sterben zwischen 2 und 4 Millionen Menschen an Rauchgasvergiftungen.


Neben der hohen Variabilität der Brennstoffe und der Gewinnung von Pflanzenkohle liegt ein weiterer wichtiger Vorteil der Pyrolyseöfen in der emissionsarmen Verbrennung. In diesem Verschwelungsverfahren entsteht ein Gas, das mit einer rauchfreien Flamme verbrennt und dadurch die Atemwege und Augen weniger belastet. Messungen haben gezeigt, dass die Emissionswerte bei konventionellen Holzherden weit über den gesundheitsschädlichen Grenzwerten liegen, dahingegen liegen die Emissionswerte beim Verschwelungsverfahren der Pyrolyseöfen deutlich unter diesen Grenzwerten. (Roth 2011).


Über ein Zertifizierungsverfahren und Eigenkontrollprüfungen wurden sowohl der in Burkina Faso bisher verteilte Pyrolyseofen aus Metall, als auch ein weiter entwickelter, deutlich effizienterer Ofentyp mit Keramikauskleidung auf Kohlenmonoxid-, auf Polyzyklische Kohlenwasserstoffe und auf Feinstaubausstoß überprüft. Das Ergebnis: Alle Werte liegen deutlich unter den geforderten Vorgaben.