Typhaflächen

Typha und der Fluss Senegal

Der Diama-Damm liegt in der fruchtbaren Chemama-Überschwemmungsebene auf halber Strecke zwischen Saint-Louis und dem mauretanischen Flusshafen Rosso. Vor seinem Bau drang Meerwasser 150 km weit flussaufwärts. Die Fertigstellung des Dammes verhinderte diese Gegenströmung und führte zu einer Veränderung der Gewässerökologie. Die nun ausbleibenden Überflutungen mit salzigem Meerwasser hatte einerseits eine stetige Verbesserung der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche am Flussufer zur Folge. Andererseits war die Verdrängung der salzliebenden Flussfauna und dadurch eine sprunghafte Vermehrung der lokalen Schilfart Typha latifolia australia die Konsequenz. Das Rohrkolbenschilf ist jeder anderen Pflanze in der Flussregion ökologisch überlegen und verdrängt andere Pflanzen. Problematisch ist zudem das Zuwachsen der Bewässerungskanäle, die das Flusswasser in bis zu 25 km langen Kanälen zu Reisfeldern und Zuckerrohrplantagen transportieren.